Unitree G1 EDU-U10
Leistungsstarke EDU-Plattform mit 2× Revo 2 Basic Hands – 35 Freiheitsgrade, 120 Nm Drehmoment, 3 kg Traglast.
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Der Unitree G1 EDU-U10 verbindet humanoide Mobilität mit zwei fünf-fingerigen BrainCo Revo 2 Basic Roboterhänden und insgesamt 35 aktiven Freiheitsgraden. Die Plattform eignet sich für Forschung, Lehre, Teleoperation, Greifplanung und die Entwicklung eigener Manipulationsalgorithmen. Dank 3D-LiDAR, Tiefenkamera, WiFi 6 und Bluetooth 5.2 lässt sich der Roboter flexibel in moderne Entwicklungsumgebungen integrieren. Die Revo 2 Basic Hände ermöglichen unterschiedliche Fingerstellungen und reproduzierbare Greifmuster ohne integrierte taktile Sensorik. Jetzt bei TONEART-Shop bestellen.
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Unitree G1 EDU-U10
🤖 Unitree G1 EDU-U10 – Fünf-Finger-Manipulation für Forschung und reale Interaktion
Es beginnt mit einer Bewegung, die zunächst unscheinbar wirkt: Der Unitree G1 EDU-U10 hebt seinen Arm, öffnet eine Hand und richtet fünf einzelne Finger auf ein Objekt aus. Kein starrer Greifer. Keine einfache Auf-und-zu-Bewegung. Stattdessen entsteht eine Handhaltung, die bereits erkennen lässt, für welche Aufgaben diese Variante konzipiert wurde. Der Roboter soll nicht nur neben einem Objekt stehen, sondern sich kontrolliert darauf beziehen, es greifen, halten und innerhalb eines Versuchsaufbaus neu positionieren.
Der Unitree G1 EDU-U10 verbindet die kompakte humanoide Plattform der EDU-U1 Standard Version mit zwei BrainCo Revo 2 Basic Händen. Jede dieser Hände verfügt über fünf Finger, sechs aktiv angetriebene Gelenke und insgesamt elf mechanische Freiheitsgrade. Zusammen mit den Gelenken des humanoiden Grundsystems ergibt sich eine Konfiguration mit 35 aktiven Freiheitsgraden.
In der Praxis verändert diese Handarchitektur den Charakter des gesamten Roboters. Der G1 wirkt nicht mehr nur als bipedale Bewegungsplattform, sondern als System für Manipulation, Greifplanung und koordinierte Ganzkörperbewegungen. Arme, Hände, Rumpf und Beine lassen sich innerhalb eines gemeinsamen Bewegungsablaufs betrachten. Genau diese Verbindung macht den EDU-U10 für Hochschulen, Robotik-Labore, Forschungseinrichtungen und Entwicklerteams interessant.
🦾 35 aktive Freiheitsgrade – Bewegung wird zur programmierbaren Methode
Eine Zahl wie 35 wirkt zunächst technisch. Ihre eigentliche Bedeutung zeigt sich jedoch erst, sobald mehrere Gelenke innerhalb einer Aufgabe zusammenarbeiten. Der Roboter richtet den Oberkörper aus, verändert seine Armposition, öffnet die Finger und bereitet einen Griff vor. Jede einzelne Achse trägt dazu bei, dass aus einer vorgegebenen Position eine nachvollziehbare Handlung entsteht.
Der EDU-U10 basiert auf der kompakten EDU-U1 Standard Plattform. Die Grundkonfiguration stellt 23 aktive Freiheitsgrade für Beine, Taille, Arme und Körperbewegung bereit. Durch die sechs aktiv angetriebenen Gelenke jeder Revo 2 Basic Hand kommen zwölf weitere aktive Freiheitsgrade hinzu. Daraus ergeben sich insgesamt 35 aktive Freiheitsgrade.
Diese Aufteilung ist für Forschung und Lehre besonders relevant. Bewegungen müssen nicht isoliert auf einzelne Gelenke reduziert werden. Stattdessen lassen sich vollständige Abläufe entwickeln, bei denen Standstabilität, Armtrajektorie, Handorientierung und Fingerstellung gemeinsam berücksichtigt werden.
Im Entwicklungsprozess entsteht dadurch ein größerer methodischer Spielraum. Eine Greifbewegung kann aus verschiedenen Winkeln getestet werden. Der Roboter kann seine Körperhaltung anpassen, bevor die Hand ein Objekt erreicht. Auch das Zusammenspiel zwischen Balance und Manipulation lässt sich untersuchen, ohne jedes Teilsystem unabhängig voneinander betrachten zu müssen.
Der Nutzen liegt nicht allein in der Bewegungsvielfalt. Entscheidend ist die Möglichkeit, Bewegungen wiederholbar zu planen, zu verändern und auszuwerten. Aus einer Demonstration wird eine Versuchsreihe. Aus einer einzelnen Bewegung entsteht ein reproduzierbarer Ablauf, der sich für Lehre, Algorithmusentwicklung und KI-gestütztes Training einsetzen lässt.
🖐️ Zwei Revo 2 Basic Hände – fünf Finger für differenzierte Greifmuster
Die Hände bestimmen, wie ein humanoider Roboter mit seiner Umgebung in Kontakt tritt. Beim Unitree G1 EDU-U10 kommen zwei BrainCo Revo 2 Basic Hände zum Einsatz. Jede Hand besitzt fünf Finger und bildet damit eine vertraute Handstruktur nach, die für unterschiedliche Greifformen genutzt werden kann.
Im Vergleich zu einfachen Parallelgreifern erweitert sich das Spektrum möglicher Bewegungsmuster deutlich. Finger können für Umschließungsgriffe, seitliche Griffe, Pinzettenbewegungen oder vorbereitete Gesten positioniert werden. Dadurch lassen sich Objekte nicht nur greifen, sondern abhängig von Form, Größe und Ausrichtung unterschiedlich aufnehmen.
Die Revo 2 Hand verfügt über elf mechanische Freiheitsgrade, von denen sechs aktiv durch Motoren angesteuert werden. Die übrigen Bewegungsanteile entstehen durch die mechanische Kopplung innerhalb der Fingerstruktur. Dieses Konzept verbindet eine differenzierte Fingerbewegung mit einem kontrollierbaren Antriebssystem und einem vergleichsweise kompakten Aufbau.
Für Forschungsteams bedeutet das, dass Greifstrategien nicht ausschließlich über die Position des gesamten Arms definiert werden müssen. Auch die Handform selbst wird zum programmierbaren Bestandteil der Aufgabe. Ein zylindrisches Objekt benötigt eine andere Fingerstellung als eine flache Verpackung oder ein schmales Werkzeug. Der EDU-U10 stellt dafür eine Handarchitektur bereit, die verschiedene Ansätze sichtbar und praktisch überprüfbar macht.
Auch in Lehrveranstaltungen entsteht ein direkter Zugang zur Robotik. Studierende können nachvollziehen, wie Kinematik, Fingerkoordination und Objektgeometrie zusammenhängen. Die Hand wird nicht als abgeschlossenes Zubehör behandelt, sondern als Teil einer vollständigen humanoiden Bewegungskette.
⚙️ Revo 2 Basic – kontrollierte Bewegung ohne taktile Sensorik
Die Bezeichnung Basic beschreibt die konkrete Ausführung der Revo 2 Hände. Diese Variante konzentriert sich auf die präzise Steuerung von Position, Geschwindigkeit und Bewegung. Eine integrierte taktile Wahrnehmung, wie sie bei der separat erhältlichen Revo 2 Touch Ausführung vorgesehen ist, gehört nicht zur Basic-Konfiguration.
Diese Abgrenzung ist für die Planung eines Robotikprojekts wichtig. Der EDU-U10 eignet sich besonders für Versuche, bei denen Fingerstellungen, Greifabläufe, Gesten und positionsbasierte Manipulation im Mittelpunkt stehen. Die Kontrolle erfolgt über definierte Bewegungsparameter und die Rückmeldungen der Antriebe.
Damit bietet der EDU-U10 eine klare Entwicklungsbasis für Anwendungen, bei denen reproduzierbare Handbewegungen wichtiger sind als die flächige Messung von Druck, Reibung oder Oberflächenkontakt. Greifmuster lassen sich programmieren, testen und innerhalb eines festgelegten Versuchsaufbaus wiederholen.
Im Workflow entsteht daraus ein nachvollziehbarer Vorteil: Das System stellt eine fünf-fingerige Hand bereit, ohne die Entwicklung unmittelbar um umfangreiche taktile Sensordaten zu erweitern. Teams können sich zunächst auf Kinematik, Koordination und Greifplanung konzentrieren. Sensorbasierte Kontaktmodelle lassen sich später über zusätzliche Komponenten oder andere Handvarianten ergänzen.
Der EDU-U10 positioniert sich damit zwischen einfachen Greiflösungen und sensorisch umfassender ausgestatteten Handkonfigurationen. Er bietet fünf Finger und eine differenzierte Bewegungsstruktur, bleibt bei der Datenauswertung jedoch auf eine kontrollierbare, positionsorientierte Grundlage ausgerichtet.
🤝 Vom Greifen zur Handlung – Hände im Zusammenspiel mit dem gesamten Körper
Ein Objekt sicher aufzunehmen, ist keine reine Fingeraufgabe. Der Abstand zum Gegenstand muss stimmen. Der Arm muss ausgerichtet sein. Der Oberkörper darf die Balance nicht verlieren. Gleichzeitig muss die Hand rechtzeitig geöffnet und anschließend in eine geeignete Griffposition gebracht werden.
Genau in diesem Zusammenspiel zeigt sich die Stärke des Unitree G1 EDU-U10. Die zwei Revo 2 Basic Hände sind Teil eines bipedalen Gesamtsystems. Dadurch können Forschungsprojekte untersuchen, wie sich Manipulation und Fortbewegung miteinander verbinden lassen.
Ein möglicher Versuchsablauf beginnt mit der räumlichen Erfassung eines Objekts. Anschließend richtet sich der Roboter aus, nähert sich der vorgesehenen Position und bewegt den Arm in den Arbeitsbereich. Erst dann folgt die eigentliche Fingerbewegung. Nach dem Greifen kann das Objekt angehoben, umgesetzt oder an eine andere Position geführt werden.
Solche Abläufe sind für Embodied AI besonders relevant. Intelligenz wird dabei nicht nur als Berechnung verstanden, sondern als Verbindung aus Wahrnehmung, Planung und körperlicher Ausführung. Der Roboter muss seine Umgebung berücksichtigen und eine Bewegung erzeugen, die innerhalb seiner mechanischen Möglichkeiten stabil bleibt.
Der EDU-U10 stellt dafür eine Plattform bereit, auf der einzelne Schritte getrennt untersucht und anschließend zu einer vollständigen Handlung zusammengesetzt werden können. Das erleichtert die Fehlersuche und macht Fortschritte sichtbar. Eine ungenaue Bewegung lässt sich einem bestimmten Abschnitt zuordnen: Wahrnehmung, Armplanung, Handorientierung oder Fingersteuerung.
⚡ Bis zu 120 Nm – Kraftreserve für stabile Ganzkörperbewegungen
Humanoide Robotik benötigt Kraft, aber Kraft allein reicht nicht aus. Sie muss steuerbar sein und innerhalb einer stabilen Bewegung zur Verfügung stehen. Beim Unitree G1 EDU erreicht das maximale Drehmoment des stärksten Gelenkantriebs bis zu 120 Nm.
Dieser Wert beschreibt nicht das Drehmoment jedes einzelnen Gelenks, sondern die maximale Leistung des stärksten Gelenkmoduls innerhalb des Systems. Besonders bei Beinbewegungen, beim Abfangen dynamischer Abläufe und beim Halten stabiler Körperpositionen entsteht dadurch eine wichtige Leistungsreserve.
Für den EDU-U10 bedeutet das, dass Hand- und Armbewegungen auf einer belastbaren bipedalen Plattform ausgeführt werden. Der Roboter kann seine Haltung anpassen, Gewichtsverlagerungen kontrollieren und Bewegungen mit einer klaren körperlichen Präsenz durchführen.
Auch beim Greifen spielt diese Stabilität eine zentrale Rolle. Eine präzise Fingerstellung verliert ihren Nutzen, falls der Oberkörper während des Zugriffs unkontrolliert ausweicht. Erst die Verbindung aus Gelenkkraft, Balance-Regelung und Bewegungsplanung schafft die Grundlage für verlässliche Manipulationsversuche.
Die Armtraglast der EDU-Plattform kann abhängig von Armstellung, Bewegungsablauf und Schwerpunkt bis zu etwa 3 kg erreichen. Für die praktische Aufgabenplanung müssen Objektgewicht, Hebelwirkung und Bewegungsgeschwindigkeit immer gemeinsam betrachtet werden. Eine kompakte Last nahe am Körper beansprucht das System anders als ein Gegenstand, der mit vollständig ausgestrecktem Arm gehalten wird.
Der entscheidende Vorteil liegt daher nicht in einem einzelnen Maximalwert. Relevant ist der verfügbare Gestaltungsspielraum. Bewegungen können mit Reserven geplant werden, sodass sich Experimente nicht ausschließlich auf minimale Belastungen beschränken müssen.
👁️ 3D-LiDAR und Tiefenkamera – räumliche Wahrnehmung als Ausgangspunkt
Bevor eine Hand zugreifen kann, benötigt das System Informationen über seine Umgebung. Der Unitree G1 EDU kombiniert eine Tiefenkamera mit 3D-LiDAR. Diese Sensoren unterstützen die Erfassung von Abständen, Konturen und räumlichen Strukturen.
Für Manipulationsaufgaben entsteht daraus eine wichtige Grundlage. Der Roboter muss abschätzen, an welcher Position sich ein Objekt befindet, aus welcher Richtung es erreichbar ist und welche Bewegungsbahn für den Arm sinnvoll erscheint. Auch Hindernisse und freie Bereiche innerhalb des Arbeitsraums können in die Planung einbezogen werden.
Die Tiefenkamera liefert bildbasierte räumliche Informationen. Das 3D-LiDAR ergänzt die Wahrnehmung durch Distanzmessungen im Umfeld. Beide Systeme können für Forschungsprojekte genutzt werden, die sich mit Navigation, Objekterkennung, räumlicher Zuordnung oder der Verbindung von Wahrnehmung und Bewegung beschäftigen.
Der EDU-U10 wird dadurch nicht auf vorprogrammierte Gesten an einer festen Position reduziert. Er bietet eine Grundlage für Versuche, bei denen der Roboter auf veränderte Anordnungen reagieren soll. Ein Objekt kann an einer anderen Stelle stehen. Ein Arbeitsbereich kann neu eingerichtet werden. Die Aufgabe bleibt ähnlich, während sich die räumlichen Bedingungen verändern.
Zusätzlich verfügt die G1-Plattform über ein Mikrofonarray und einen Lautsprecher. Damit lassen sich Forschungsansätze zur Sprachinteraktion, akustischen Ereigniserkennung und Mensch-Roboter-Kommunikation ergänzen. Die Handbewegung kann dadurch Teil eines größeren Interaktionsmodells werden.
📡 WiFi 6 und Bluetooth 5.2 – Einbindung in moderne Entwicklungsumgebungen
In einem Robotik-Labor arbeitet ein humanoider Roboter nicht isoliert. Entwicklungsrechner, Netzwerke, Sensoren, Controller und Auswertungssysteme müssen miteinander kommunizieren. Der Unitree G1 EDU-U10 unterstützt dafür WiFi 6 und Bluetooth 5.2. Zusätzlich stehen abhängig von der Systemkonfiguration kabelgebundene Schnittstellen zur Verfügung.
WiFi 6 erleichtert die Einbindung in moderne Netzwerkstrukturen, besonders wenn mehrere Geräte gleichzeitig Daten übertragen. Bluetooth 5.2 kann für geeignete Peripheriegeräte und Verbindungen im direkten Umfeld genutzt werden.
Im praktischen Workflow verkürzt das die Vorbereitung einer Entwicklungs- oder Lehrsession. Daten können übertragen, Einstellungen angepasst und Versuchsergebnisse innerhalb einer bestehenden Infrastruktur ausgewertet werden. Der Roboter lässt sich in ein Labor integrieren, ohne sämtliche Arbeitsabläufe auf ein einzelnes proprietäres System reduzieren zu müssen.
Die Revo 2 Basic Hände unterstützen zudem industrielle Kommunikationsverfahren wie RS485 und CAN FD. Dadurch lassen sich die Hände auf einer technisch nachvollziehbaren Ebene ansprechen und in eigene Steuerungsprojekte einbinden. Für Entwickler ist diese Offenheit besonders relevant, da sich Bewegungsbefehle, Gesten und Handzustände systematisch in Softwareabläufe integrieren lassen.
Das Ergebnis ist eine Plattform, die Mechanik und Software nicht voneinander trennt. Fingerbewegungen, Armtrajektorien und Ganzkörpersteuerung können innerhalb eines gemeinsamen Entwicklungsprozesses betrachtet werden.
🧠 Sekundärentwicklung – aus einer Plattform wird ein eigenes Forschungsprojekt
Die EDU-Ausführung des Unitree G1 ist für Sekundärentwicklung vorgesehen. Dieser Punkt unterscheidet sie grundlegend von einer reinen Vorführ- oder Consumer-Konfiguration. Entwickler erhalten eine Plattform, auf der eigene Algorithmen, Bewegungsmodelle und Interaktionsabläufe umgesetzt werden können.
Für den EDU-U10 liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Verbindung von humanoider Mobilität und fünf-fingeriger Manipulation. Mögliche Forschungsfelder reichen von Greifplanung und inverser Kinematik über Reinforcement Learning bis zur visuellen Objekterkennung und Ganzkörperkoordination.
Auch Teleoperation kann eine Rolle spielen. Dabei werden Bewegungen eines Bedieners oder externe Steuerbefehle auf den Roboter übertragen. Die fünf Finger der Revo 2 Basic Hände ermöglichen differenziertere Zielposen als ein einfacher Greifer. Aufgezeichnete Bewegungsdaten können anschließend als Grundlage für Lernverfahren oder reproduzierbare Demonstrationen dienen.
In der Lehre lassen sich unterschiedliche Ebenen miteinander verbinden. Ein Kurs kann mit einzelnen Gelenkbefehlen beginnen, anschließend Handgesten programmieren und später vollständige Manipulationsaufgaben entwickeln. Die Plattform wächst damit inhaltlich mit dem Kenntnisstand der Teilnehmer.
Der EDU-U10 ist daher nicht allein ein fertiger humanoider Roboter. Er ist ein physisches Entwicklungsinstrument. Seine Bewegungen können verändert, seine Abläufe analysiert und seine Fähigkeiten innerhalb klar definierter Sicherheitsgrenzen erweitert werden.
📏 Kompakte humanoide Bauform – rund 1,3 Meter technische Präsenz
Mit einer aufgestellten Höhe von rund 1,3 Metern und einem Gewicht von etwa 35 kg besitzt der Unitree G1 EDU-U10 eine kompakte, aber deutlich wahrnehmbare humanoide Größe. Die Konstruktion ist groß genug, um Interaktion an realen Objekten und Arbeitsbereichen zu untersuchen, bleibt jedoch kleiner als ein ausgewachsener Mensch.
Diese Dimension erleichtert den Einsatz in Laboren, Hochschulräumen, Entwicklungsabteilungen und Demonstrationsflächen. Der Roboter kann in Versuchsaufbauten integriert werden, ohne die gesamte Umgebung auf eine industrielle Großanlage auszurichten.
Mit etwa 450 mm Breite und 200 mm Tiefe im aufgestellten Zustand besitzt das System eine schlanke Silhouette. Für Transport und Lagerung kann der G1 auf eine Höhe von ungefähr 690 mm zusammengefaltet werden. Dadurch lässt sich die Plattform platzsparender unterbringen und innerhalb einer Einrichtung leichter zwischen verschiedenen Einsatzbereichen bewegen.
Das Gewicht von rund 35 kg erfordert dennoch ein strukturiertes Handling. Aufbau, Transport und Absicherung sollten durch geschultes Personal erfolgen. Auch im Betrieb muss ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden, da die Gelenkantriebe hohe Kräfte erzeugen können.
Die Farbgebung in Silber und Schwarz unterstützt den funktionalen Charakter. Sensoren, Gelenke und mechanische Strukturen bleiben visuell klar erkennbar. Der Roboter wirkt dadurch nicht wie ein verkleidetes Showobjekt, sondern wie eine offene technische Plattform für Forschung und Entwicklung.
📦 Der erste Aufbau – vom Transportzustand zur Entwicklungsplattform
Der erste Kontakt mit dem EDU-U10 beginnt bereits beim Öffnen der Transportverpackung. Das System wird gesichert angeliefert und muss kontrolliert aus seiner gefalteten Position in den vorgesehenen Arbeitsbereich gebracht werden. Bei einem Verpackungsgewicht von rund 50 kg sollte der Aufbau vorbereitet und mit geeigneter Unterstützung durchgeführt werden.
Nach dem Aufstellen werden Stromversorgung, Akku, Controller und Netzwerkverbindung geprüft. Der intelligente 9.000-mAh-Akku ist als schnell entnehmbares Batteriesystem ausgeführt. Die typische Betriebszeit beträgt abhängig von Bewegung, Rechenlast, Umgebung und Aufgabentyp ungefähr zwei Stunden.
Anschließend folgt die Kontrolle der Revo 2 Basic Hände. Fingerpositionen, Bewegungsfreigaben und mechanische Abstände müssen berücksichtigt werden, bevor komplexere Abläufe gestartet werden. Gerade bei Ganzkörperbewegungen ist sicherzustellen, dass die Hände nicht mit dem Roboterkörper oder Gegenständen im Umfeld kollidieren.
Diese erste Phase ist mehr als eine technische Inbetriebnahme. Sie definiert die Grundlage für alle folgenden Experimente. Sicherheitsbereiche werden festgelegt, Netzwerkzugänge vorbereitet und Softwareumgebungen eingerichtet. Danach kann aus dem gelieferten System Schritt für Schritt eine individuelle Forschungsplattform entstehen.
🧩 Einordnung der EDU-U10 Variante – fünf Finger statt taktiler Dreifinger-Hand
Innerhalb der Unitree G1 EDU-Serie besitzt jede Variante einen eigenen Schwerpunkt. Der EDU-U8 und EDU-U9 nutzen Dex3-1 Dreifinger-Hände. Beim EDU-U9 kommt zusätzlich eine taktile Sensorik mit 33 Sensoren pro Hand zum Einsatz. Der EDU-U10 verfolgt einen anderen Ansatz: Er kombiniert die kompakte EDU-U1 Plattform mit zwei fünf-fingerigen Revo 2 Basic Händen.
Damit richtet sich die Variante an Projekte, die eine menschenähnlichere Fingeranordnung und unterschiedliche Handformen benötigen, jedoch keine integrierte taktile Sensorik der Revo 2 Touch Ausführung voraussetzen.
Die insgesamt 35 aktiven Freiheitsgrade ergeben sich aus den 23 Gelenken der humanoiden Basis und jeweils sechs aktiv angetriebenen Gelenken pro Hand. Die elf mechanischen Freiheitsgrade jeder Revo 2 Hand erweitern die sichtbare Fingerbewegung zusätzlich über gekoppelte Gelenkstrukturen.
Diese Konfiguration eignet sich für Greifplanung, Gestenentwicklung, Teleoperation, Bewegungsübertragung und positionsbasierte Manipulation. Für Projekte, bei denen Druckverteilung, Oberflächenstruktur oder Kontaktkräfte unmittelbar über Sensorflächen ausgewertet werden müssen, sollte dagegen eine taktil ausgestattete Handvariante geprüft werden.
Die Entscheidung für den EDU-U10 ist deshalb keine reine Frage nach einer höheren Variantennummer. Sie hängt vom Forschungsziel ab. Fünf Finger schaffen andere Bewegungsmuster als drei Finger. Taktile Sensoren liefern andere Daten als eine positionsorientierte Basic-Hand. Der EDU-U10 setzt seinen Schwerpunkt klar auf Handform, Bewegungsvielfalt und programmierbare Manipulation.
🎯 Von der Fingerbewegung zur vollständigen Manipulationsstrategie
Der Unitree G1 EDU-U10 zeigt seine eigentliche Stärke nicht in einer einzelnen Pose. Sein Wert entsteht aus der Verbindung mehrerer Ebenen: bipedale Fortbewegung, räumliche Wahrnehmung, Armkoordination und zwei fünf-fingerige Hände.
Eine Aufgabe kann mit der Erkennung eines Objekts beginnen. Danach folgt die Ausrichtung des Körpers, die Planung der Armbewegung und die Auswahl einer geeigneten Handform. Erst wenn diese Schritte zusammenpassen, entsteht ein kontrollierter Griff. Genau diese Kette macht den EDU-U10 zu einer relevanten Plattform für Embodied AI und humanoide Robotik.
Die zwei Revo 2 Basic Hände erweitern das System um fünf Finger pro Seite, sechs aktive Gelenke je Hand und verschiedene programmierbare Greifmuster. Die 35 aktiven Freiheitsgrade schaffen den notwendigen Bewegungsraum, während 3D-LiDAR, Tiefenkamera und moderne Kommunikationsschnittstellen die Einbindung in umfangreichere Forschungsaufbauten unterstützen.
Der Roboter eignet sich für Universitäten, Hochschulen, Robotik-Labore, KI-Forschung, Entwicklerteams und Innovationsabteilungen, die Manipulation nicht isoliert an einem stationären Roboterarm untersuchen möchten. Stattdessen können Hände, Arme, Körperhaltung und Fortbewegung innerhalb eines gemeinsamen Systems betrachtet werden.
Der EDU-U10 ist damit keine Plattform für einen einzigen festgelegten Zweck. Er stellt eine technische Grundlage bereit, aus der unterschiedliche Versuche, Lehrmodule und Entwicklungsprojekte entstehen können. Seine fünf-fingerigen Hände machen Handlungen differenzierter. Seine humanoide Struktur setzt diese Handlungen in einen körperlichen Zusammenhang. Und seine offene EDU-Ausrichtung ermöglicht es, aus Bewegungen langfristig eigene Methoden zu entwickeln.Faktenbasis: Die U10-Konfiguration mit zwei Revo 2 Basic Händen, 35 Freiheitsgraden, 120 Nm, WiFi 6, Bluetooth 5.2 und der GTIN 0658917511920 wird in den aktuellen Produktdaten der Variante geführt. Die allgemeinen G1-EDU-Daten zu Sensorik, Akku, Sekundärentwicklung und Belastbarkeit stammen von Unitree; die Revo-2-Daten zu sechs aktiven Gelenken, elf Freiheitsgraden und Schnittstellen aus der BrainCo-Dokumentation
Eigenschaften
- Humanoide Forschungsplattform für Robotik, KI-Entwicklung und praxisnahe Lehre
- Natürlich wirkende Bewegungen und fließende Interaktionen für realistische Experimente
- Offenes System für eigene Algorithmen, Lernmodelle und individuelle Steuerungskonzepte
- Ideal für Hochschulen, Labore und Innovationszentren mit Fokus auf Zukunftstechnologien
- Kompakt, mobil und flexibel einsetzbar in wechselnden Forschungs- und Entwicklungsumgebungen
- Geeignet für KI-Training, Bewegungslernen und Mensch-Roboter-Interaktion
- Verbindet Theorie, Software und physische Bewegung zu greifbarer Praxis
- Zuverlässig und kontrollierbar für Demonstrationen, Workshops und Showcases
- Skalierbare Plattform für langfristige Entwicklungsprojekte
- Kein starres Produkt, sondern ein wachsendes System für neue Ideen und Visionen
Technische Daten
- Humanoider, bipedaler Roboter für Forschung, Lehre und Entwicklung
- Höhe ca. 1.270 mm im aufgestellten Zustand, ca. 690 mm im gefalteten Zustand
- Gewicht ca. 35 kg inklusive Akku
- Insgesamt 35 aktiv angetriebene Freiheitsgrade
- Leistungsstarke NVIDIA Jetson Orin NX Recheneinheit mit 16 GB Speicher
- Vollständig programmierbar für High-Level- und Low-Level-Entwicklung
- Zwei fünf-fingerige Revo 2 Basic Hände für präzise Manipulation
- Maximales Kniegelenk-Drehmoment bis zu 120 Nm
- Armtraglast bis zu 3 kg
- Sensorik bestehend aus 3D-LiDAR und Tiefenkamera zur Umfelderfassung
- Akustische Ein- und Ausgabe über Mikrofonarray und Lautsprecher
- Konnektivität über WiFi 6, Bluetooth 5.2 sowie kabelgebundene Schnittstellen
- 13S Lithium-Akku mit 9.000 mAh Kapazität und ca. 2 Stunden Laufzeit
- Hot-Swap-fähiger Akku für unterbrechungsfreien Betrieb
- OTA-Updates zur kontinuierlichen Erweiterung der Softwarefunktionen
- Kompaktes, faltbares Design für einfachen Transport und flexible Nutzung
Lieferumfang
- 1x Unitree G1 EDU-U10
Manufacturer Warranty
🛡️ Herstellergarantie
Der Unitree G1 wird mit einer Herstellergarantie geliefert, die Material- und Fertigungsfehler bei sachgemäßer Nutzung abdeckt. Die Garantie gilt ab Auslieferung und umfasst den Roboter sowie die zentralen Systemkomponenten.
Nicht abgedeckt sind Verschleißteile, Verbrauchsmaterialien sowie Schäden durch unsachgemäße Nutzung, Umbauten oder nicht autorisierte Eingriffe. Im Garantiefall erfolgt die Reparatur oder der Austausch des betroffenen Bauteils nach Prüfung durch den Hersteller.
Als autorisierter Vertriebspartner unterstützen wir Sie bei der Abwicklung und stehen Ihnen auch darüber hinaus beratend zur Seite.
Product Video
FAQ
FAQ & wichtige Antworten zum Unitree G1 EDU-U10
Wusstest du schon?
🖐️ Wusstest du schon, dass der Unitree G1 EDU-U10 zwei fünf-fingerige BrainCo Revo 2 Basic Roboterhände besitzt? Jede Hand verfügt über sechs aktiv angetriebene Gelenke und elf mechanische Freiheitsgrade. Dadurch lassen sich unterschiedliche Fingerstellungen, Handgesten und Greifmuster für Forschung, Teleoperation und KI-gestützte Manipulationsaufgaben programmieren.
🦾 Wusstest du schon, dass der EDU-U10 insgesamt 35 aktive Freiheitsgrade bietet? 23 Freiheitsgrade entfallen auf die humanoide Basis, während die beiden Revo 2 Basic Hände jeweils sechs weitere aktive Gelenke ergänzen. Dadurch können Fingerbewegungen, Armpositionen, Körperhaltung und bipedale Bewegungsabläufe innerhalb eines gemeinsamen Steuerungssystems koordiniert werden.
🧠 Wusstest du schon, dass die Revo 2 Basic Hände bewusst ohne integrierte taktile Sensorflächen ausgeführt sind? Der Schwerpunkt dieser Variante liegt auf positionsbasierter Fingersteuerung, reproduzierbaren Greifbewegungen und der Entwicklung eigener Manipulationsalgorithmen. Für Projekte mit direkter Druck- und Kontakterkennung stehen dagegen taktil ausgestattete Handvarianten zur Verfügung.
📡 Wusstest du schon, dass der Unitree G1 EDU-U10 über WiFi 6 und Bluetooth 5.2 in bestehende Entwicklungsumgebungen eingebunden werden kann? Dadurch lassen sich Steuerungsdaten, Bewegungsbefehle und Versuchsergebnisse flexibel zwischen Roboter, Rechnern und geeigneten Peripheriegeräten übertragen.
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| Preis Verkauf netto (new) | 169.194,90 PLN |
|---|---|
| SKU | 1121-12 |
| Country of Manufacture | China |
| Custom Product Labels | AI-commerce |
| EAN/UPC | 0658917511920 |
| Manufacturer | Unitree Robotics |
| Lieferzeit | Vorbestellbar-Wareneingang erwartet |
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